Spuren des römischen und mittelalterlichen Zülpich – Eine kulturhistorische Tagesexkursion

 

NEUES VON FORTIS COLONIA Veranstaltungshinweis

 Zülpich Landesburg

Das Städtchen Zülpich auf einer Anhöhe inmitten

der fruchtbaren Bördelandschaft blickt auf eine

wechselvolle 2000jährige Geschichte zurück. Der

nachweisliche römische Kern von Zülpich (Tolbiacum)

befindet sich auf dem Mühlenberg. Die Römerthermen und ein

ergrabenes, im Boden kenntlich gemachtes Mauerstück des

einstigen „vicus“, einer Kleinstadt ohne eigenes Recht, künden

heute von der römischen Vergangenheit. Im Mittelalter wurde Zülpich, das seit der Römerzeit am

Kreuzungspunkt bedeutender Fernstraßen von Köln nach Trier und von Neuss nach Reims gelegen

war, zum Zankapfel zwischen den Kölner Erzbischöfen und den Grafen von Jülich. Das

mittelalterliche Zülpich umfasst nicht nur die römische Ansiedlung, sondern erstreckt sich

kreisförmig über die gesamte Anhöhe. Dem Besucher erschließen sich die Ausmaße durch die einst

das Gemeinwesen schützende, noch heute nahezu durchgehend vorhandene Stadtmauer. Vier

Doppeltoranlagen am jeweiligen Ein- bzw. Ausgang der Stadt überragen das mittelalterliche

Stadtbild. Diese beeindrucken uns noch heute durch ihre teilweise erhaltenen Zwinger, durch die

man einst vom Außentordurchgang zum mächtigeren Innentor gelangte. Die kurkölnische

Landesburg aus dem 14. Jahrhundert, die die Franzosen 1689 niederbrannten, kündet heute nur

noch mit ihrer mächtigen Außenansicht von den früheren territorialen Auseinandersetzungen.Wenn

auch Zülpich im Zweiten Weltkrieg stark zerstört wurde, prägt noch gegenwärtig eine kleinteilige

Bebauung entlang des erhaltenen Straßennetzes die AltstadtWeihertor. Die geringen überkommenen Bauteile

wie der barocke Rathausturm wurden in die moderne Architektur eingebunden. Eine Vielzahl

kostbarer ehemaliger Ausstattungsteile schmückt das Innere der im Stil der 1950er Jahre von Karl

Band errichteten Kirche St. Peter. Sie ist vermutlich die Nachfolgerin einer

Kapelle der merovingischen Königspfalz und birgt zudem im

Untergeschoss die zweiteilige überregional bedeutende Krypta aus dem 11.

Jahrhundert. Wesentlichen Bestandteile der vorgesehenen sicherlich

spannenden Stadtführung werden sein: ein Rundgang entlang der

mittelalterlichen Mauer mit wenigstens einer Innenbesichtigung eines

Torturmes, Erläuterungen auf dem Mühlberg zur Landesburg und zur

Kirche St. Peter u.a.

Wann: Samstag, den 2. Juli Abfahrt: 9.00 Uhr, Rückehr: etwa 19.00 Uhr

Treffpunkt: Deutzer Werft nahe der Deutzer Brücke

Referent: Kulturreferent Hans Gerd Dick (Historiker)

Kosten: 20.00 Euro Überweisung: Fortis Colonia e. V. IBAN:DE 47 3705 0198 1902 6812 44

Anmeldung baldmöglichst (auf 30Teilnehmer begrenzt): email: h.meynen@fortis-colonia.de oder

telefonisch: 0221-810147 oder 02294-991796

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